Woche 52: Eine Juhu-Liste zum guten Schluss

Ich arbeite gerne mit to-do-Listen. Ohne sie würde ich vieles vergessen oder mich nicht rechtzeitig daran erinnern. Einkaufszettel, Checklisten für die Seminarvorbereitung, Wochenpläne: All das entlastet mein Gehirn und meinen Alltag. To-do-Listen sagen mir, was ich noch erledigen muss. Genauso wichtig finde ich aber, ab und zu mal innezuhalten und mir klar zu machen, was ich tagtäglich so alles getan und geschafft habe. Und so bin ich auf die Idee gekommen, eine Juhu-Liste anzulegen.

Juhu-Liste: Was ich heute alles geschafft habe. Ausschnitt oben. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Das Leben besteht nämlich nicht nur aus noch zu erledigenden Aufgaben. Sondern auch darin, stolz zu sein auf das, was wir gemacht haben. Und uns dann eine Pause zu gönnen. Um zu lesen, Radio zu hören, zu zeichnen oder mit einem lieben Menschen ein Glas Wein zu trinken.

Juhu-Liste: Was ich heute alles geschafft habe. Ausschnitt unten. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Weil ich finde, dass wir viel häufiger gut zu uns selbst sein sollten und uns darüber freuen dürfen, was wir alles machen, kannst du hier eine juhu-liste herunterladen und nach deinem Gusto gestalten.

Juhu-Liste: Was ich heute alles geschafft habe. Mit Anmerkungen zum Ausfüllen. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Und mit dem Jahr 2016 geht auch mein Zeichenprojekt zu Ende! Das heißt nicht, dass ich aufhöre zu zeichnen – im Gegenteil. Mittlerweile gehören Stift und Papier sowie iPad und Pencil zu meinem Alltag. Ich werde also weiterhin skizzieren und skribbeln und lettern und viel Spaß daran haben. Ich werde nur nicht mehr regelmäßig darüber berichten. Aber meine Bilder gibt es nach wie vor bei Instagram zu sehen. Und manchmal auch bei Twitter.

Und wenn ich Lust habe, blogge ich auch 2017 über meine Zeichenfortschritte. Aber das entscheide ich – im neuen Jahr!

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Woche 51: Gedanken sind nicht stets parat

Heute fielen mir zwei Zeilen von Wilhelm Busch ein, die mir bei meiner früheren Arbeit als Pressesprecherin oft Mut gemacht haben:

Lettering eines Gedichts von Wilhelm Busch: Gedanken sind nicht stets parat. Man schreibt auch, wenn man keine hat. Lettering und Foto: Janne Klöpper

Ich widme dieses Lettering allen meinen großartigen Kolleginnen in meinem Netzwerk wortstarker Frauen, dem Textreff. Ihr seid ’ne Wucht.

Wir alle machen übrigens Tag für Tag die Erfahrung: Hauptsache, es stehen schon Worte auf dem Papier oder auf dem Bildschirm. Einfach drauflos schreiben und hinterher überarbeiten ist allemal besser, als auf den perfekten Begriff oder den perfekten Satzanfang zu warten. Und zu warten. Und zu warten …

Ich nenne es mittlerweile „warmschreiben“. Ähnlich ist es auch beim Lettering und beim Zeichnen: Einfach loskritzeln, mit einzelnen Buchstaben, Tupfen, Schwüngen, Linien, Kreisen, Quadraten. Weich werden: im Handgelenk ebenso wie im Geist und in der Seele.

Geschrieben habe ich das obige Lettering mit dem Tombow Fudenosuke Brush Pen mit der etwas härteren Pinselspitze. Ein guter Stift für kleinere Schriften.

Woche 49: Lettering auf schwedisch

Die Letterattack Challenge von Frau Hölle im Dezember gibt nur die Buchstaben des Alphabets vor. Das trifft sich gut mit meinem Wunsch, in diesem Jahr nochmal ein paar schwedische Wörter zu lettern. Vier Beispiele möchte ich hier zeigen.

chokladtårta: Schokoladentorte

Lettering des schwedischen Wortes chokladtårta, deutsch Schokoladentorte, daneben ein Stück Schokolade und ein Stift. Lettering und Foto: Janne Klöpper

drottning: Königin

Lettering des schwedischen Wortes drottning, deutsch Königin, mit einer gezeichneten Krone und einem Stift. Lettering und Foto: Janne Klöpper

fika: vespern

Lettering des schwedischen Wortes fika, daneben ein gezeichneter gelber Becher mit Kaffee und zwei Zimtschnecken auf einem blauweiß-gestreiften Tablett. Lettering, Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

glasögon: Brille

Lettering des schwedischen Wortes glasögon, daneben eine Nickelbrille und ein schwarzer Stift. Lettering und Foto: Janne Klöpper

Zum Lettern verwende ich gerade alle Stifte mit Pinselspitze, die ich habe: den Pitt artist pen von Faber-Castell, den ABT Dual Brush Pen von Tombow, den Pentel touch und den Pentel Color Brush. Das Papier ist von Clairefontaine, ein Block mit Spiralbindung in DIN A5 quer. Ein gutes Format für diese kleinen Fingerübungen.

Die anderen Beiträge von mir zur Letterattack Challenge gibt es auf meinem Instagram-Account.

Woche 48: Hoffnung und hygge

In diesen Tagen habe ich mindestens drei gute Gründe, Kerzen anzuzünden:

  • es wird draußen jeden Tag ein bisschen früher dunkel
  • Kerzen sind ein Zeichen von Hoffnung
  • das warme Licht ist hygge pur.

Zeichnung mit gelben und roten Kerzen in verschiedenen Größen vor blauem Hintergrund. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Als Winterkind mag ich die langen Abende, aber ich brauche auch das warme Licht von vielen Kerzen. Hoffnung brauche ich im Moment, um an den politischen Entwicklungen in den USA und Europa nicht zu verzweifeln. Hygge ist dänisch und lässt sich noch am ehesten mit Wohlbefinden übersetzen, aber auch Heimeligkeit und Geborgenheit schwingen mit.

Gezeichnet habe ich mit dem Pencil von Apple auf dem iPad und von der App Paper das Walzenwerkzeug benutzt.

Woche 46: Novembermorgen

Heute morgen beim Frühstück fiel mir eine Zeile aus dem Lied „Novembermorgen“ von Klaus Hoffmann ein. Sie passte zum Regen, zu meiner Stimmung, zu den letzten gelben Blättern an den Bäumen.

Lettering der Liedzeile Hol mir die Kraft aus Sommertagen und lebe im November davon. Text: Klaus Hoffmann. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Das Lettering entstand auch, weil ich meinen neuen Stift von Tombow ausprobieren wollte: den Fudenosuke Brush Pen. Was soll ich sagen? Ich bin froh, dass ich die beiden Stifte (mit einer harten und einer weichen Spitze) endlich habe! Obwohl ich gerne auch auf dem iPad schreibe, gefällt mir das Lettern und Zeichnen auf Papier (hier von Clairefontaine) sehr viel besser. Es ist ruhiger, meditativer, sinnlicher.

Das Lied Novembermorgen, das aus Klaus Hoffmanns Album „Was fang ich an in dieser Stadt“ von 1978 stammt, könnt ihr übrigens hier hören.

Woche 45: Obstsalat

Plötzlich ist es kalt geworden. Anfang November der erste Schnee. Und die erste Erkältung ist da. Erst huste und schniefe ich tagelang, dann der Liebste. Vitamine müssen her. Also gibt ab sofort wieder jeden Abend einen Obstsalat. So kommen wir hoffentlich gut durch den Winter.

Birne, Apfel, Orange, Banane, Zitrone und gehackte Walnüsse als Zutaten für Obstsalat. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Die Zutaten habe ich auf dem iPad gezeichnet, diesmal wieder mit dem Pencil und der App Paper von FiftyThree.

Es ist tatsächlich so eine Art Sketchrezept geworden … By the way: Eine richtig gute Anleitung, wie man Sketchrezepte zeichnet, gibt es übrigens auf dem Blog von Ines Schaffranek.

Woche 43: Lieber Outdoor-Girl

Ich mag den Herbst so gerne: das bunte Laub, das milde Licht, den morgendlichen Nebel und wie die Welt langsam daraus auftaucht. Deshalb bin ich gerade am liebsten draußen und freue mich an den Farben. Und so entstand die Idee zu diesem Lettering.

Frau mit Rucksack in den Händen und Lettering "Lieber outdoor-girl als it-girl". Zeichnung: Peter König, Lettering und Foto: Janne Klöpper

Die Zeichnung hat mein Mann Peter König beigesteuert. Entstanden ist das Bild auf dem iPad mit der App Procreate. Mehr Zeichnungen von Peter gibt es übrigens auf seinem Instagram-Account.