Sechs aus dreißig

Im Juni habe ich mal wieder bei einer Lettering Challenge von Tanja Cappell aka Frau Hölle mitgemacht. Dabei ging es entlang des Alphabets um dreißig Früchte: von A wie Ananas bis Z wie Zwetschge. Das Schöne an der Challenge war, dass ich einen Monat lang wirklich regelmäßig gelettert und dabei verschiedene Stifte und Stile ausprobiert habe. Alle dreißig Bilder findet ihr auf meinem Instagram-Account. Eine Auswahl – sechs aus dreißig – stelle ich hier vor.

Aprikose mit Artpen

Lettering des Wortes Aprikose mit einem Rotring Artpen. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Der Artpen von Rotring stammt aus dem Stifte-Fundus meines Mannes. Die Feder BB ist kugelig und relativ weich. Die Tinte in der Farbe Sepia ist ebenfalls von Rotring. Die Aprikosen sind vom Wochenmarkt auf dem Lindener Marktplatz.

Blaubeere mit Ecoline

Lettering des Wortes Blaubeere und blåbär mit einem Ecoline Brushpen. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Sie sind derzeit meine Lieblingsstifte: die Ecoline Brushpen von Royal Talens. Neben den Stiften gibt es die flüssige Wasserfarbe auch im Glas. Die Farben – hier die No. 508 – sind identisch und lassen sich deshalb gut zusammen für Schrift und Illustration verwenden. Blåbär ist übrigens das schwedische Wort für Blaubeere. Wer im August nach Schweden fährt, sollte unbedingt die wildwachsenden Blaubeeren probieren, die man dort überall in den Wäldern findet.

Dattel mit Procreate

Lettering des Wortes Dattel mit dem Zeichenprogramm Procreate. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Aus Schweden stammt auch das Buch „Nyttoväxter i färg“ (von Tore Linnell, Verlag Almquist & Wiksell, Stockholm 1955). Das Wort Dattel habe ich auf dem iPad mit dem Zeichenprogramm Procreate und einem Brushpen von Myriam geschrieben. Myriam bloggt unter halfapx.com über Kalligrafie und programmiert Pinsel, von denen sie viele als Freebies anbietet. Dieser Pinsel trägt den schönen Namen Walnut.

Himbeere mit Tupfen

Lettering des Wortes Himbeere mit dem Zichenprogramm Procreate. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Den Pinsel für dieses Lettering habe ich in Procreate selbst erstellt. Es ist relativ einfach; eine ausführliche Anleitung hat Myriam von halfapx.com bei Youtube veröffentlicht. Ich wollte die charakteristische Oberfläche der Himbeere darstellen und habe  deshalb einen Tupfen-Pinsel gemacht. Die Größe der Tupfen hängt davon ab, wie stark ich mit dem Pencil von Apple aufdrücke. Es ist also das gleiche Prinzip wie bei jedem digitalen Brushlettering.

Stachelbeere mit Varianten

Lettering des Wortes Stachelbeere in vier Varianten: Rotring Artpen, Faber-Castell Pitt Artist Pen, Ecoline Brushpen. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Stachelbeeren gibt es zwei Farben und hier in vier Varianten: oben wieder der Rotring Artpen in der Stärke BB, in der Mitte zwei verschiedene Stile, die ich mit dem PITT artist pen von Faber-Castell geschrieben habe, und unten wieder ein Brushpen von Ecoline. Seit dem Kalligrafie-Kurs bei Claus Dorsch verwende ich kaum noch reinweißes Papier, sondern lieber Papier in einem gebrochenen Weiß. Dieses ist von Hahnemühle und trägt den schönen Namen Nostalgie. Es ist besonders glatt und eignet sich deshalb gut für Letterings.

Zitrone mit Sonne

Lettering der Worte Zitrone und Limette mit dem Zeichenprogramm Procreate. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Das Foto für dieses Lettering habe ich in dem Workshop Food-Fotografie bei Eva Brandecker und Gabi Fischer-von Weikersthal gemacht, über den ich hier schon berichtet habe. Bei Procreate kann man Fotos importieren und sie als Hintergrund für Zeichnungen und Letterings verwenden.

Sechs Letterings – sechs Stile. Obwohl ich gerne digital auf dem iPad lettere, mag ich das analoge Lettering lieber. Ich habe die vielen verschiedenen Stifte, Pinsel, Farben und Papiere einfach gerne um mich und verwende sie viel aufmerksamer und intensiver. Analog zu zeichnen ist für mich pure Entspannung.

Sketchnotes zu Fotografie und Websites

Über Himmelfahrt durfte ich wieder einmal ein wunderbares Workshop-Wochenende genießen, gemeinsam mit 120 Kolleginnen aus meinem liebsten Netzwerk wortstarker Frauen, dem Texttreff. Wir treffen uns jedes Jahr für vier Tage, um voneinander und miteinander zu lernen, um zu schnattern und zu feiern. Dieses Mal habe ich bei zwei Workshops meine ersten richtigen Sketchnotes gemacht. So viel, wie ich in den letzten zwei Jahren skizziert und gelettert habe, so viele Flipcharts, die ich gestaltet habe: An visuelle Notizen traute ich mich bisher nicht heran. Zuhören und gleichzeitig zeichnen? Nichts für mich. Dachte ich. Und dann ist am Wochenende plötzlich der Knoten geplatzt. Das ist dabei herausgekommen:

Workshop Food-Fotografie

 

Sketchnote vom Workshop Foodfotografie. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Sketchnote vom Workshop Foodfotografie. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Sketchnote vom Workshop Foodfotografie. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Workshop-Leiterinnen waren Eva Brandecker und Gabi Fischer von Weikersthal.

Workshop Konzeption von Websites

 

Sketchnote vom Workshop Konzeption von Websites. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Sketchnote vom Workshop Konzeption von Websites. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Sketchnote vom Workshop Konzeption von Websites. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Sketchnote vom Workshop Konzeption von Websites. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Sketchnote vom Workshop Konzeption von Websites. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Sketchnote vom Workshop Konzeption von Websites. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Sketchnote vom Workshop Konzeption von Websites. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Dieser Workshop haben von Renate Hermanns und Christa Goede angeboten.

Gezeichnet habe ich mit dem Staedler pigment liner 0.5 sowie den ABT Dual Brush Pen von Tombow. Das Notizbuch mit dem praktischen Punkteraster ist von Leuchtturm1917.

Woche 52: Eine Juhu-Liste zum guten Schluss

Ich arbeite gerne mit to-do-Listen. Ohne sie würde ich vieles vergessen oder mich nicht rechtzeitig daran erinnern. Einkaufszettel, Checklisten für die Seminarvorbereitung, Wochenpläne: All das entlastet mein Gehirn und meinen Alltag. To-do-Listen sagen mir, was ich noch erledigen muss. Genauso wichtig finde ich aber, ab und zu mal innezuhalten und mir klar zu machen, was ich tagtäglich so alles getan und geschafft habe. Und so bin ich auf die Idee gekommen, eine Juhu-Liste anzulegen.

Juhu-Liste: Was ich heute alles geschafft habe. Ausschnitt oben. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Das Leben besteht nämlich nicht nur aus noch zu erledigenden Aufgaben. Sondern auch darin, stolz zu sein auf das, was wir gemacht haben. Und uns dann eine Pause zu gönnen. Um zu lesen, Radio zu hören, zu zeichnen oder mit einem lieben Menschen ein Glas Wein zu trinken.

Juhu-Liste: Was ich heute alles geschafft habe. Ausschnitt unten. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Weil ich finde, dass wir viel häufiger gut zu uns selbst sein sollten und uns darüber freuen dürfen, was wir alles machen, kannst du hier eine juhu-liste herunterladen und nach deinem Gusto gestalten.

Juhu-Liste: Was ich heute alles geschafft habe. Mit Anmerkungen zum Ausfüllen. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Und mit dem Jahr 2016 geht auch mein Zeichenprojekt zu Ende! Das heißt nicht, dass ich aufhöre zu zeichnen – im Gegenteil. Mittlerweile gehören Stift und Papier sowie iPad und Pencil zu meinem Alltag. Ich werde also weiterhin skizzieren und skribbeln und lettern und viel Spaß daran haben. Ich werde nur nicht mehr regelmäßig darüber berichten. Aber meine Bilder gibt es nach wie vor bei Instagram zu sehen. Und manchmal auch bei Twitter.

Und wenn ich Lust habe, blogge ich auch 2017 über meine Zeichenfortschritte. Aber das entscheide ich – im neuen Jahr!

Woche 48: Hoffnung und hygge

In diesen Tagen habe ich mindestens drei gute Gründe, Kerzen anzuzünden:

  • es wird draußen jeden Tag ein bisschen früher dunkel
  • Kerzen sind ein Zeichen von Hoffnung
  • das warme Licht ist hygge pur.

Zeichnung mit gelben und roten Kerzen in verschiedenen Größen vor blauem Hintergrund. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Als Winterkind mag ich die langen Abende, aber ich brauche auch das warme Licht von vielen Kerzen. Hoffnung brauche ich im Moment, um an den politischen Entwicklungen in den USA und Europa nicht zu verzweifeln. Hygge ist dänisch und lässt sich noch am ehesten mit Wohlbefinden übersetzen, aber auch Heimeligkeit und Geborgenheit schwingen mit.

Gezeichnet habe ich mit dem Pencil von Apple auf dem iPad und von der App Paper das Walzenwerkzeug benutzt.

Woche 43: Lieber Outdoor-Girl

Ich mag den Herbst so gerne: das bunte Laub, das milde Licht, den morgendlichen Nebel und wie die Welt langsam daraus auftaucht. Deshalb bin ich gerade am liebsten draußen und freue mich an den Farben. Und so entstand die Idee zu diesem Lettering.

Frau mit Rucksack in den Händen und Lettering "Lieber outdoor-girl als it-girl". Zeichnung: Peter König, Lettering und Foto: Janne Klöpper

Die Zeichnung hat mein Mann Peter König beigesteuert. Entstanden ist das Bild auf dem iPad mit der App Procreate. Mehr Zeichnungen von Peter gibt es übrigens auf seinem Instagram-Account.

Woche 42: Karoline, die Kuh aus Dänemark

In dem Buch Sketchnotes & Graphic Recording von Anja Weiss ist eine der vielen Übungen, eine Kuh zu zeichnen. Also habe ich eine Kuh gezeichnet. Allerdings nicht aus dem Kopf, sondern nach einem Foto, von dem es glücklicherweise viele im Netz gibt: Karoline, die Kuh aus Dänemark. Sie hat meine Kindheit begleitet. Und so sieht sie aus:

Buntstift-Zeichnung der Kuh Karoline, Werbefigur der Molkerei Arla in den sechziger Jahren. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Karoline war in den sechziger Jahren eine Werbefigur der dänischen Molkerei Arla. Die Kuh gab es als Bastelbogen. Sie konnte zusammengesteckt und aufgestellt werden. Wenn ich mich richtig erinnere, war der Kopf beweglich. Ich habe die Blume in ihrem Maul besonders geliebt. Und die freundlichen Augen. Und das Karomuster. Karoline war einfach klasse. By the way: Das Buch von Anja Weiss ist auch klasse. Ich kann es sehr empfehlen!

Meine Karoline habe ich mit einem weichen Bleistift von Faber-Castell vorgezeichnet. Dabei hat mir geholfen, zunächst zwei Rechtecke zu skizzieren: eins für den Kopf und eins für den Körper. Dadurch habe ich ein Gefühl für die Proportionen bekommen und einen Rahmen, den dem ich mich orientieren konnte. Die Konturen habe ich mit dem Staedler pigment liner in der Stärke 0.8 nachgezogen; der Buntstift ist von Koh-I-Noor.

Woche 41: Herbstblätter

Wenn ich Flipcharts für Seminare vorbereite, verwende ich gerne Skizzen und andere grafische Elemente als Farbtupfen. Die Bäume vor meinem Bürofenster, die sich allmählich bunt färben, haben mich zu diesen Zeichnungen inspiriert. Auf dem Willkommens-Chart prangt ein Ahornblatt:

Blatt mit Herbstfärbung als grafisches Element auf einem Flipchart. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Und den Ablauf gliedern Lindenblätter:

Blatt mit Herbstfärbung als grafisches Element auf einem Flipchart. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Wie bei allen meinen Flipcharts schreibe und zeichne ich mit den Markern und Stiften von Neuland. Ungewöhnlich an diesen Flipcharts ist allerdings die blaue Schreibschrift. War ein Versuch, der den Teilnehmerinnen gefallen hat. Schwarze Druckschrift bzw. die sogenannte Moderationsschrift gefällt mir allerdings besser und ist zudem besser lesbar. Aber: Versuch macht kluch 🙂