Osterkarten lettern

Eigentlich wollte ich nur ein paar Karten mit Ostergrüßen belettern. Aber dann habe ich in dem kleinen Schreibwarenladen an der Ecke gestöbert und Dekotape, Knautschpapier und Federn gefunden. Also haben mein Mann und ich abends doch was gebastelt. Voilá: Hier sind unsere diesjährigen Osterkarten!

Sechs selbstgebastelte Osterkarten mit Stiften und Schere auf einem Tisch. Foto: Janne Klöpper

Die Idee mit den Hasenohren auf der Wiese hatte ich, als ich das hellbraune Knautschpapier und daneben das Frühlingswiesen-Dekotape gesehen habe. Die Ohren haben wir nur unten mit doppelseitigem Fotokleber befestigt. So stehen die Ohrenspitzen etwas ab und wirken dadurch räumlicher.

Selbstgebastelte Osterkarte mit Hasenohren und dem Schriftzug Frohe Ostern als Lettering. Gestaltung und Foto: Janne Klöpper

Die Feder ist mit einem weißen Faden und nur einem einzigen Stich befestigt. Faden auf der Rückseite verknoten und dabei etwas Spiel lassen. So kann sich die Feder noch bewegen.

Selbstgebastelte Osterkarte mit einer Feder und dem Schriftzug Frohe Ostern als Lettering. Gestaltung und Foto: Janne Klöpper

Die gelben Letterings habe ich mit einem Brushpen von Lyra gemacht, das grüne Lettering mit einem Brushpen von Tombow. Beide Stifte haben sowohl eine Pinselspitze als auch eine Filzspitze. Die Pinselspitze der Lyra-Stifte ist etwas fester und damit besser geeignet für alle, die erst mit dem Brush Lettering anfangen.

Und jetzt: Frohe Ostern, ihr Hasen ❤

Woche 42: Karoline, die Kuh aus Dänemark

In dem Buch Sketchnotes & Graphic Recording von Anja Weiss ist eine der vielen Übungen, eine Kuh zu zeichnen. Also habe ich eine Kuh gezeichnet. Allerdings nicht aus dem Kopf, sondern nach einem Foto, von dem es glücklicherweise viele im Netz gibt: Karoline, die Kuh aus Dänemark. Sie hat meine Kindheit begleitet. Und so sieht sie aus:

Buntstift-Zeichnung der Kuh Karoline, Werbefigur der Molkerei Arla in den sechziger Jahren. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Karoline war in den sechziger Jahren eine Werbefigur der dänischen Molkerei Arla. Die Kuh gab es als Bastelbogen. Sie konnte zusammengesteckt und aufgestellt werden. Wenn ich mich richtig erinnere, war der Kopf beweglich. Ich habe die Blume in ihrem Maul besonders geliebt. Und die freundlichen Augen. Und das Karomuster. Karoline war einfach klasse. By the way: Das Buch von Anja Weiss ist auch klasse. Ich kann es sehr empfehlen!

Meine Karoline habe ich mit einem weichen Bleistift von Faber-Castell vorgezeichnet. Dabei hat mir geholfen, zunächst zwei Rechtecke zu skizzieren: eins für den Kopf und eins für den Körper. Dadurch habe ich ein Gefühl für die Proportionen bekommen und einen Rahmen, den dem ich mich orientieren konnte. Die Konturen habe ich mit dem Staedler pigment liner in der Stärke 0.8 nachgezogen; der Buntstift ist von Koh-I-Noor.

Woche 25: Ein schwarzes Schaf

Zu schwarzen Schafen habe ich seit jeher eine innige Beziehung. Als Kind war das schwarze Schaf von Steiff mein liebstes Kuscheltier. Ein Verwandter galt als das schwarze Schaf in der Familie – und ich mochte ihn allein für seine Weigerung, sich anzupassen. Wenn ich unterwegs bin und eine Schafherde sehe, suchen meine Augen sofort die dunklen Tiere. Deshalb habe ich heute mal ein schwarzes Schaf gezeichnet.

Ein schwarzes Schaf auf einer Wiese. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Die Vorlage stammt aus dem Buch „20 sätt att rita en katt“ von Julia Kuo, das ich letztes Jahr in Göteborg gefunden habe. Gezeichnet habe ich auf dem iPad mit dem Pencil von Apple und der App paper von FiftyThree. Den Körper des Schafs habe ich mit dem Walzenwerkzeug erstellt und das Horn mit dem Marker eingefügt. Für Kopf und Beine habe ich den Fineliner verwendet, für Gras und Wolken den Aquarellpinsel.

Woche 14: Hunde

Ich habe es nicht so mit Hunden, Katzen oder Hamstern. Trotzdem rühren mich manchmal die Geschichten von Menschen und ihren Tieren. Gestern war so ein Moment. Da sprach ich mit einer Kollegin, die sich schon lange einen Hund wünscht. Im Sommer ist es soweit: Dann kommt ein Hund ins Haus. Was für einer es sein wird, ist noch nicht klar. Ich habe mal eine kleine Auswahl für sie gezeichnet:

Drei Hunde. Zeichnung und Foto: Janne Klöpper

Die Vorlage für diese Hunde habe ich auf einem Becher in der Teeküche eines Auftraggebers gefunden. Ich musste mich sehr zusammenreißen, um den Becher nicht zu mopsen. Aber ich habe ihn fotografiert und jetzt noch eine Reihe weiterer Hunde-Vorlagen.

Gezeichnet habe ich auf dem iPad mit dem Pencil von Apple und dem Programm paper von FiftyThree. Weil der Pencil auf Druck reagiert, kann man damit wunderbar schraffieren. Allerdings vermisse ich bei der neuen Version von paper die Bücher, in denen ich früher die Zeichnungen gesammelt habe.